A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Erklärung:

a

an (z.B.: kumm gut a' = komm gut an),
auch Vorsilbe (z.B.: ababbe, a'babbe = ankleben)

aa, aach

auch

Aabee

Toilette, Abort

Aach, Aache

Auge, Augen

Aachedeggl

Augenlid, auch Mehrzahl

 

Abbelgruzze

Kerngehäuse des Apfels

 

aamo

auch einmal

abbumbe

1. abpumpen, 2. etwas austrinken

abumbe

jemanden um Geld bitten

abbutze, abbuzze

1. etwas grob reinigen, 2. jemand kurz abfertigen

abdricke

1. bezahlen, 2. defäkieren, Stuhlgang / Stuhl haben

Abdridddeggl; auch Abdriggdeggl

Toilettensitz, Klobrille
(z.B.: "ich hätt´ gern e Schnitzl so groß wie än Abdridddeggl.")

abdriggle

abtrocknen

ä-ä

nein, Ablehnung, Verneinung (siehe auch: m-m)

ääfach

einfach

ääm

einem

Äämer

Eimer

 

äämo

einmal (z.B.: uff äämo = auf einmal, plötzlich)

äänzische, äänzigschde

einzige, einzigste

ähä

ja, jawohl, Zustimmung

Aischhärnsche

Eichhörnchen

 

Ärwet

Arbeit

all all

alles fort, nichts mehr da

alla, allo

drängen (siehe auch: allerhopp)

alla dann

Abschiedsgruß

alla guud

also gut, von mir aus

allää

alleine

allerhopp, alla hopp

los jetzt, mach hin, auf gehts, also dann

alleweil

soeben

alsfort; alleritt

immer wieder

amo, amo widder

auch einmal, auch mal wieder

anne, do anne

hin, hier entlang

Anneliener

Mitarbeiter der BASF

anno Duwak

vor langer langer Zeit (geschichtlich)

Atzel; atzle

Atzel: 1. Elster, 2. Dieb - atzle: stehlen

 

arisch

arg

a wa

ach was; auch “nein nein, das stimmt schon”

 

 

 

B

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babbe

kleben

Babbe, Babba

Vater, Papa

Babbedeckel

1. Pappkarton, 2. Führerschein (siehe auch: Labbe),
3. Arbeitspapiere (z.B.: Babbedeckel ferddich mache = Arbeitspapiere aushändigen, kündigen)

babbisch

klebrig

babbisch Gutsl

anhängliche Person

babble

reden

Bagaasch

1. Familienangehörige, 2. Pöbel

ball

bald

Barawer

Banause

bass uff

pass auf

bazzisch

patzig, frech

 

Beiz

Kneipe

Bermesens

Pirmasens

Bessem

1. Besen, 2. unangenehme Frau

billisch, billischi

billig, billige

bißje, bißl

bißchen

bloo

blau

bloos

nur

bloose

blasen

Blunz

1. verrufenes Frauenzimmer (z.B.: "dabbischi Blunz"),
2. Blutwurst ohne Grieben

Bobblsche

Baby

Boddem, Borrem

Boden

Boddschamber

Nachttopf (vom französischen "pot de chambre" )

 

Bojemäschder, Borschemäschder

Bürgermeister

bollere

lärmen

Bredulje

Bedrängnis, Schwierigkeit

Brood

Brot

Broode

1. Braten, 2. belegte Brote

Broodgrumbeere

Bratkartoffeln (siehe auch: Gebreedlde, Gerehschde)

Broodworschd

Bratwurst (Bestandteil eines “Pfälzer Tellers”)

 

Broodworschdfillsel

Bratwurstfüllsel (das Innenleben einer groben Pfälzer Bratwurst, auch bekannt als Mett)

 

brunse

derb für: urinieren (siehe auch: pisse, sääche, schiffe)

bumbe

1. leihen (siehe auch: abumbe), 2. schlagen, hauen,
3. pumpen (siehe auch: abbumbe)

 

 

C

siehe auch unter K                                                                               zur Übersicht

Chores

Pöbel, Lumpenpack (siehe auch: Xox)

Chrischkinnl,
Chrischdkinnl

1. Christkind, 2. Weinachtsgeschenk(e),
3. empfindliche, wehleidige Person

 

 

D

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d, d'

der, dem

Daach, Daache

Tag, Tage

Dabbes

Dummkopf (Kurzform für Dabbschädl)

dabbisch

1. ungeschickt, 2. nicht ganz klar im Kopf

Dabbschädl

Dummkopf (siehe auch: Dabbes)

Därgem, Därgm

Bad Dürkheim

daier, dairer,
am daierschde

teuer, teuerer,
am teuersten

Dalles

1. Unwohlsein (z.B.: er hott d Dalles = er ist krank),
2. kaputt sein (z.B.: es hott d Dalles = es ist kaputt)

daure

1. lange währen, dauern, 2. leid tun, bedauern

debei

dabei (siehe auch: dodebei)

deedschdmermo

könntest du mir bitte einmal ...

Deerschlink

Türklinke

dehääm

zu Hause, daheim

Deiwel, Deiwl

Teufel

denooch, denoo,
dodenooch

danach, nachher

desdeweeche,
desweeche, deswege
denndewee

deswegen, deshalb

dessmo

diesmal

devun

davon (siehe auch: dodevun)

dewedder

drangehen, drauflosgehen

Dibblschisser

Pedant

dischdisch

tüchtig

Dischlsche

1. Tüchlein, 2. Tischchen, Tischlein

dischbediere

streiten, diskutieren

 

do

da

do simmer

da sind wir, wir sind da (siehe auch: simmer)

dodebei

dabei (siehe auch: debei)

dodefor, defor

dafür

dodefun, dodefu

davon (siehe auch: devun)

Dollbohrer,
Dolles, Doller

unangenehmer Mensch, Blödian

Dormännl

Tormann (beim Tischfussball)

Drollschobbe

weingefülltes Schoppenglas, das vor dem Nachhausegehen die
Runde macht (siehe auch: trolle)

due, duh

tun
(z.B.: du ich = tue ich, duschde = tust du, duder = tut er,
dudse = tut sie, duds = tut es, dumer = tun wir, duner = tut ihr,
dunse = tun sie

dummle

eilen, beeilen

Dummbabbler

Dummschwätzer

 

Dutt, Dudd

1. Tüte (z.B.: hän se mol e Blastikdudd), 2. hohe Niederlage (z.B.: unn, häner e Dutt krieht?),
3. Haarteil

Duwak

Tabak

 

 

E

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e

ein, eine

ebbes

etwas

eh

ohnehin

ehde, ehd

ehe du, bevor du

ehdärmlich

armselig

eijo, ajo

ja, selbstverständlich

Elwedritsche

ausschließlich in der Pfalz beheimatetes Tier

enn

ein, einen (siehe auch: n)

err

im Irrtum befinden (z.B.: sie sinn err = sie täuschen sich)

erre

irren

ewe

eben

 

 

F

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Fassnachtskichlscher

kleine Berliner

Ferzbeidl

jemand der nur Unsinn im Kopf hat (z.B.: "nix wie Ferz im Herrn")

Fissemadente

1. unüberlegtes Handeln, 2. faule Ausrede
(z.B.: mach mer kee Fissemadente = rede dich nicht heraus)

fix un ferddich,
fix un foxi

übermüdet, total abgearbeitet sein

forzdrugge, forzdrogge

extra dry

Frdlsm, Frlsm

Friedelsheim (Pfälzer Ort ohne Vokale ;-) )

frie, friejer

früh, früher

fuchzeh, fuffzeh

fünfzehn

fuchzisch, fuffzisch

fünfzig

fuddle

basteln, filigranes Fügen

fuggere

handeln, tauschen

Funzel

1. schwach leuchtende Lampe, 2. langweilige Person (auch Tranfunzel)

 

 

G

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Gebreedlde

Bratkartoffeln (siehe auch: Broodgrumbeere, Gerehschde)

gedenkt

dachte, gedacht (z.B.: ich hab gedenkt = ich dachte, ich habe gedacht; Präteritum (dachte) gibt es im pfälzischen nicht. Die Pfälzer sprechen 'Perfekt', d.h. auch in der Sprache beendet ein Pfälzer was er einmal begonnen hat)

g´hupst wie gedupst

egal wie, gehupft wie gesprungen

Gequellde, Gewellde

Pellkartoffel

Gerehschde

Bratkartoffeln (siehe auch: Broodgrumbeere, Gebreedlde)

gesse

gegessen

Gewidderverdähler

großer, breitkrempiger Hut

 

glää

klein

Glickerwasser

abwertend für: Mineralwasser

glor

schön, gut, prima

Gockle

Tannenzapfen (siehe auch: Hutzle)

Goise

Geinsheim

Gosch, Gusch

Mund

 

greine, groine

weinen, jammern

Grumbeer(e)

Kartoffel(n) (siehe auch: Kadoffl)

Gruuschd

altes, wertloses Gerümpel

gruuschle

irgendwo drin herumwühlen: “wo gruuschelschen widder rum?”

gsaat

gesagt

Gscherr

Geschirr

Gschiß

viele Worte um nichts

Gude, n Gude

guten Appetit, zum Wohl

Gummer

1. Gurke (z.B.: "hosche Hunger, beiß in die Gummer"),
2. große Nase

Gunn Tach

Guten Tag

Gutsl, Gutsel

1. Bonbon, 2. Konfekt (siehe auch: babbisch Gutsl)

Gutselheisl

Kiosk

 

 

 

H

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hä?

Ich habe ihre Frage akustisch nicht ganz mitbekommen, würden sie diese freundlicherweise noch einmal an mich richten?

häämzus

heimwärts

hämmer, hammer

haben wir?, haben sie? (z.B.: hämmer Hämmer? = haben sie Hämmer?
aber: hämmer Hemmer? = haben sie Hemden?)

hänn

haben

hänner, habder

habt ihr?

haufe

viel

haus

heraus, draußen (z.B.: losses haus = laß es draußen
oder: hoschs haus = hast du es herausgefunden)

hawwe

haben

Hawwe, Haffe

1. Topf, 2. Nachttopf

heere

hören

heermo

höre mir bitte einmal zu

Hemm, Hemmer

Hemd, Hemden

Hi

Hallo

Hinggel, Hingl

Huhn

hinnerum heewe

jemand um etwas bitten; nein, was Du von mir verlangst möchte ich nicht tun = “Du kannschd misch mol hinnerum heewe”

hogge

hocken, sitzen

Hockene, Hockrm

Hockenheim

hodders ball

ist er endlich soweit, hat er es bald geschafft, braucht er noch lange

Hoschbes, Hoschbl

zappeliger Dummkopf, Leichtfuß

hosche, hoscht

hast du

hoschmo,
hosch de mo

hast du mal? (z.B.: hoschmo Kibb? = hast du mal eine Zigarette für mich?)

Howwl

1. Hobel, 2. Motorrad

Howwl ausbloose

den Buckel runterrutschen

Huddl

1. Streit, Krach, Probleme, 2. Moped, Mofa (z.B.: hosche Huddl mit d Huddl = hast Du Probleme mit dem Moped)

huddle

schnell, dadurch schlampig arbeiten

Hundsfotze

weniger als nichts

hupse, hubbse

hüpfen

Hubbser

kleines, flottes Auto

Hutzle, Hutzlscher

Tannenzapfen (siehe auch: Gockle)

 

 

I

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imme

in einem

innere

in einer

Iwwerfallkommando

1. engster Familienkreis, wenn man nach Hause kommt
2. Überfallkommando

iwweraal

überall

iwwerich, iwwrich

übrig

iwwerichens,
iwwrichns

übrigens

iwwerkandiddld

etepetete

iwwerzwerch

nicht ganz normal, verschroben

iwwl

übel

 

 

J

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Jachd

1. Jagd, 2. Ärger, 3. Yacht, 4. viel Umtrieb, Lärm

Jammerlabbe

ewig klagender, auch kränkelnder Mensch

Jesses!

Ausruf des Erschreckens: Jesus hilf

 

 

K

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Kaadebleddsch

Kartenlegerin, Wahrsagerin

 

kaafe

kaufen

Kadoffl(e)

Kartoffel(n) (siehe auch: Grumbeer)

Kadofflsupp

Kartoffelsuppe

kää

kein

kämmer

können wir?

känn, känner

kein(en), keiner

känndi, kännendi

1. können die?, 2. kennen die?

känne, kännen

1. können, 2. kennen

känner, kännder

1. könnt ihr?, 2. kennt ihr?

känns

niemand, keines

kännse, kännense

1. können sie?, 2. kennen sie?

känntn, känntnse

könnten, könnten sie

Kaff

abwertend für: kleiner Ort

Kafrus

kleiner Junge

Kafruse

Kinderschar

kammer

kann man?

kannsch(d)mo

würdest du bitte?, könntest du mal?

Kawenzmann

überdurchschnittliches Exemplar, großes Stück

Kees

1. Käse, 2. dummes Zeug (z.B.: babbl känn Kees = red kein dummes Zeug)

keesisch

blasses Aussehen

kehrt

1. kehrt (von kehren), 2. gehört (z.B.: des kehrt sich net, daß der do kehrt = das gehört sich nicht, daß der da kehrt)

Kernerfresser

Vegetarier, Müslifreak

Kerwe, Kerb

Kirchweih

Keschde

Kastanien

khabt, khatt

gehabt

khalde

gehalten

kheirat

geheiratet

Kinnerscheeß

Kinderwagen

 

Kissel

1. Küßchen, 2. Kissen (aber: Kobbekisse = Kopfkissen)

Kladderadatsch,
Klumbatsch

alles zusammen

Klamodde

Kleidung

Knärzel

Brotende, Knörzel

Knodderer

Nörgler

Knowwloch

Knoblauch

Kobbekisse

Kopfkissen

korze fuchzeh

kurzen Prozeß machen

Krenk

1. Fluch (z.B.: es soll die Krenk krieje = es soll verrecken),
2. Anerkennung, Bewunderung (z.B.: do kriegscht die Krenk = das ist dein Verdienst),
3. Krankheit (z.B.: die Krenk hawwe = krank sein)

kriee, krien

kriegen

krieht

kriegt

krieschd

1. kriegst Du, 2. kriechen

Kriwwlbisser

ständig nörgelnder Mann

Kurpälzer

möchtegern Pfälzer aus Mannheim

 

 

L

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Lääb

Laib

Lääd

Leid (z.B.: d Lääde hawwe = leid sein)

Labbe

1. Lappen, 2. Führerschein (siehe auch: Babbedeckel)

lauder

lauter, nur, nichts als, viel (z.B.: lauder Wasser = nichts als Wasser,
siehe auch: vor lauder lauder)

Laudre

Kaiserslautern

Leeb, Leewe

Löwe, Löwen

Leeder

Leiter

Leid

Leute

leije

1. leihen, ausleihen 2. liegen (z.B.: loss leije, des kann ich der net leije = lass es bitte liegen, ich kann es dir leider nicht ausleihen)

Lewe

Leben

Lewwerknepp

Leberknödel (Bestandteil eines “Pfälzer Tellers”)

Lewwerworschd

Leberwurst

liwwere, liffere

1. liefern 2. kaputt machen (z.B.: ich habs geliwwert = es ging kaputt)

Lusche

1. Spielkarten, die nicht zählen (z.B.: Schibbe siwwe = Pik 7)
2. Wertloses, 3. Niete, unbrauchbare Person

 

 

M

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m-hm

Zustimmung, Bejahung

m-m

nein, Ablehnung, Verneinung (siehe auch: ä-ä)

Maache

Magen

Mannem

Mannheim

Mazzibaan

Marzipan

Menggenges

1. unverständliches Handeln, 2. Einwände, 3. Schwierigkeiten

mersiehtsich,
mer sieht sich

Verabschiedung: man sieht sich, bis demnächst

Mick

Mücke

Mickeschiß

Kleinigkeit

Middaach

Mittag

mim, mem

mit dem

mir

mir, wir (z.B.: mir sinn do = wir sind da)

mister

müßt ihr?

Morsche

Morgen (z.B.: gude Morsche = guten Morgen)

mole

1. malen, 2. mal ein, mal eine

Mollekopp

Kaulquappe

moln, mon

mal einen

muggse

sich bemerkbar machen (z.B.: nimmi muggse = keinen Laut mehr von sich geben)

muschde, musche

mußt du
(aber: mussisch = muß ich, musser = muß er, musse = muß sie,
musses = muß es, missemer = müssen wir, missener = müsst ihr
missense = müssen sie

 

 

N

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n

ein, einen (siehe auch: enn)

na alla, na aller

nun hört sich aber alles auf (Protestruf)

nää

nein

neddemol, neddemo

nicht einmal (aber: net = nicht)

needich

nötig (siehe auch: uneedich)

Nescht

1. Nest, 2. kleines Dorf, 3. Haardutt

nimmi

nicht mehr

nischdern

nüchtern

niwwer

hinüber

nochmo, nommo

noch einmal

nohd, noochher
nohthin

nachher

Noochdääl

Nachteil

nuffzus

hinauf

nunnerzus

hinunter

 

 

O

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och joh

was du nicht sagst, was sie nicht sagen

Ochsemelker

1. einer der sich unmöglich benimmt, 2. Umstandskrämer
(z.B.: "warum ääfach wanns aa umständlich geht")

Ohr

1. Ohr, 2. Ausruf des Erstaunens

Olwer

schwerfälliger Mensch

Oomd

Abend (siehe auch: Owend)

orndlich

ordentlich

Orschl

1. Orgel, 2. verdrehte Frau

Oschtre, Oschdern

Ostern

Owacht

Achtung! Vorsicht!

Owend, Ownd

Abend (siehe auch: Oomd)

 

 

P

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p, p', ph, pf

kein Interesse, uninteressant,
nein (im Sinne von: glaube, möchte oder brauche ich nicht)

Päggel

Päckchen, meist angewandt für Schicksal (z.B.: der hott ach sei Päggel zu trage = er hat mit seinem schweren Schicksal fertig zu werden)

Pälzer Deller

Pfälzer Teller = häufig in Pfälzer Gaststätten angebotene Mahlzeit, bestehend aus: einer Bratwurst,
einem Leberknödel und einer Scheibe Saumagen. Dazu gibt es meistens Sauerkraut und Brot.

 

Peifedeckl

ich pfeife dir was

pisse

derb für: urinieren (siehe auch: brunse, sääche, schiffe)

Pitsch

Pfütze

Platt butze

1. sich davon machen, 2. eine Mahlzeit restlos aufessen

Prost Najohr

Alles Gute, Gesundheit ... wünsch' ich Dir/Ihnen im neuen Jahr

PX

pleib xund = Bleibe Gesund

 

 

 

Q

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quängle

mit ständigem Nörgeln und Bedrängen etwas durchsetzten wollen

Quadratlaatsche

übergroße Füße oder Schuhe

quallere

1. langsam kochen, 2. Emporquellen einer Wassermenge

Quatschkopp

jemand der dummes Zeug redet

Quetsch

1. Zwetschge, 2. abwertend für: Firma, Geschäft
3. Schimpfwort für weibliche Person

Quetschkommod

Ziehharmonika

 

 

R

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raache

rauchen

rabble

klappern

Raddegiggl

saurer, auch schlechter Wein; Haustrunk

rääfle

eilig laufen

rääne

regnen (z.B.: s räänt = es regnet)

Raffl

Gebiß, Zähne (z.B.: Raffl buzze = Zähne putzen)

rammesiere

1. herumkramen, 2. herumtoben

ratzebutz

alles, völlig

riehre

rühren

 

 

S

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s, 's

es, das

saach, saache

sag, sagen

saasche

sagst du

saat

sagt

Sackduch

Taschentuch

sääche

1. sägen, 2. schnarchen, 3. sehr derb für: urinieren (siehe auch: brunse, pisse, schiffe)

Sääf

Seife

Säffdl

leicht dämlicher Mensch

Saumaache

Saumagen (Bestandteil eines “Pfälzer Tellers”)

 

Schachtl

ältere Dame

schää

schön

schbiele

1. spielen, 2. spülen

Schdinnl, Schdinndl

Stündchen

Scheeß

1. Wagen = a. d. frz.: Chaisse, 2. Pferdekutsche, altes Auto, 3. ältere Dame (aldie Scheeß)

schepp

schief

Schibb

1. Schaufel, 2. uff die Schibb nemme = auf den Arm nehmen

schibbe

schaufeln

Schibbe

Pik (Spielkartenfarbe)

schiergar

fast, beinahe, circa

schiffe

derb für: urinieren (siehe auch: brunse, pisse, säche)

Schiganebuggl

jemand, der an allem etwas auszusetzen hat

Schiß

1. Angst, 2. Durchfall

Schissl

1. Schüssel 2. Toilette

Schneck

1. Schnecke, 2. leichtfertige Frauensperson, Prostituierte

Schnorreswackler

Schnurrbartwackler (Karnevalisten aus Mainz)

Schobbe

0,5 Liter

Scholle, Schorle

Gespritzter, Schorlemorle, eine Mischung aus ca. 2/3 Wein (meist Riesling halbtrocken) und Mineralwasser

Schorlegorgler

Schorlefreund, jemand der gern und viel Schorle trinkt
(seine Devise: "Kann kumme was wolle, mir dringen en Scholle.")

Schossee

Landstraße, Chaussée

Schprooch

Sprache

Schrapnell

ältere Dame, meist nicht sehr ansehnlich und umgänglich

Schtick, Schticker

Stück, Stücke

schticker

etwa, ungefähr, circa (z.B.: ich hatt schticker 4 Schticker Kuche
= ich hatte etwa 4 Stücke Kuchen)

Schtickl

Stückchen

schunnemo(l),
schummo

schon einmal

Schwierleid,
Schwiejerleid

Schwiegereltern

sellemols

damals

seller

selbiger

seller weller

derjenige welcher

sellwer

selbst, selber

Simbl

einfacher, einfältiger Mensch

simmer

sind wir

sis

es ist

siwwe

sieben

subber

super

 

 

T

zur Übersicht

t, t', th

tja, selbst schuld, nicht überrascht sein,
das hätte ich dir vorher sagen können

Thusnelda

etwas verschrobene Frauensperson

Trambl, Trambldier

ungeschickte, tölpelhafte Frau

triggle

trocknen

Troddl

einfältiger Mensch, Dummkopf

trolle

sich auf den Weg machen, seines Weges gehen
(siehe auch: Drollschobbe)

Troddwar

Bürgersteig

ts, z

schadenfrohes Bedauern

 

 

U

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üwwe, do üwwe

drüben, da drüben

uff

1. auf, 2. nach (z.B.: "ich fahr uff Mannem")

uffbasse

aufpassen

uffgedagglt

auffällig, geschmacklos gekleidet, aufgetakelt

uffgedunnert

aufgedonnert

uffkehrt, uffgehehrt

aufgehört, aufhören!

Uffschnidd

versch. Sorten aufgeschnittener Wurst

 

uffzus

in Öffnungsrichtung

Uglick

Unglück

umme

umsonst, kostenlos

Unn?

1. Wie geht es ihnen?; 2. Was gibt es neues?

 

uneedich, uuneedisch

unnötig (siehe auch: needich)

uscheerich

1. unhandlich, 2. ungestüm

uze

necken, verulken

 

 

V

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Värdl, Värdlsche

Viertel, Viertelchen (Wein)

Vadder

Vater

verhunze

verderben, verpfuschen

verkimmle

verschachern, verkaufen

verklickere

1. erklären, 2. etwas vormachen, weismachen

1. etwas unter der Hand verkaufen, 2. jemanden verhauen

verkorxe

verpfuschen

 

verluschtiere

1. sich vergnüglich unterhalten, 2. sich an einer Sache verweilen

 

verzehle

erzählen

 

verzwazzle

verzweifeln

 

Visaasch

Gesicht

 

Vochl, Vechl

Vogel, Vögel

 

vor lauder lauder

in Eile sein, viel um die Ohren haben, sehr beschäftigt sein (z.B.: vor lauder lauder hab ich moi Schlissl vergesse = weil ich so viel um die Ohren hatte vergaß ich meine Schlüssel, siehe auch: lauder)

 

vorch Woch

letzte Woche, vorige Woche

 

vorche Monat

letzten Monat, vor einem Monat

 

vorchsjohr

letztes Jahr, vor einem Jahr

 

vorzus

vorwärts, nach vorne

 

vunnanner

voneinander

 

 

 

 

W

zur Übersicht

 

wääche

1. weißt du?, 2. wegen (z.B.: wääche was? = weißt du was? oder: wegen was? weshalb?)

 

wäässe Kees

Quark

 

wääß

weiß (von wissen, z.B.: ich wääß = ich weiß)

 

waamer

waren wir?

 

wagglisch

wack(e)lig

 

wammer

wenn man?, wenn wir?

 

wannde

wenn du?

 

wanner

wenn er?, wenn ihr?

 

wannich

wenn ich?

 

wanns

wenn es?

 

wannse

wenn sie?

 

wassfer

was für eine?, welche? (siehe auch: welli)

 

Weck

Brötchen (z.B.: "sin die Weck weg?" - "die sinn all all." - "wer warn do do?")

 

welli

welche? (siehe auch: wassfer)

 

widder

wieder, noch einmal

 

Woi

Wein

 

worschd

gleichgültig, einerlei

 

worre

geworden

 

Worschd

Wurst

 

worschtle

wursteln, vor sich hin wursteln

 

Worzlsepp

Naturbursche

 

Wunner

Wunder

 

WWW

1. Weck, Worscht unn Woi, 2. world wide webbes

 

 

 

 

X

zur Übersicht

 

Xangbuch

Gesangbuch

 

Xell

Geselle

 

xoffe

getrunken

 

Xox

Pöbel, Lumpenpack (siehe auch: Chores)

 

Xundheit

Gesundheit

 

 

 

 

Y

(wird im Pfälzischen nicht gebraucht)                                                  zur Übersicht

 

 

 

 

Z

zur Übersicht

 

Zabbe

1. Ende, 2. Zapfen

 

zamme

zusammen

 

zammestauche

rügen

 

Zeck

streitsüchtige Frauensperson

 

Zinke

1. Zinken, 2. große Nase

 

Zindbläddl

1. Zündblättchen, 2. empfindliche Person (z.B.: jetzt guck der mol des Zindblättl a)

 

Zores

Streit

 

Zorniggel

aufbrausender, zorniger Mensch

 

zuggle

1. lutschen, 2. langsam fortbewegen

 

zume

zu einem

 

zure

zu einer, zu ihr

 

zwää

zwei

 

Zwiwwl

1. Zwiebel, 2. Taschenuhr

 

Zwoggl

scherzhaft: Bayer

 

 

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